Gauck-Kür: Merkel ist die Verliererin

Nachricht vom: 20. Februar 2012 um 18:46 |

Gauck-Kür: Merkel ist die Verliererin:

, Michael Sohn / AP

Hat Angela Merkel der FDP mit der Wahl des Bundespräsidenten einen Erfolg geschenkt, um den Liberalen das Überleben zu ermöglichen? Nein, die Kanzlerin hatte ihren Laden am Wochenende ganz einfach nicht mehr im Griff – und die Liberalen haben das für alle sichtbar gemacht. Die Kür von Joachim Gauck hat die Kanzlerin beschädigt.


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2 Kommentare zu “ Gauck-Kür: Merkel ist die Verliererin ”

  1. Kerstin am 21. Februar 2012 um 14:46 Uhr |

    Wie dramatisch es bei der Kür des Bundespräsidenten-Kandidaten am 19.02.2012 im Kanzleramt zuging, kann der Durchschnittsbürger nur erahnen. Über div. Quellen ist aber bekannt, dass gegen 15.00 Uhr die CDU-Vors. und Kanzlerin Merkel einschließlich aller Unionsmitglieder, die entscheidungsbefugt waren, geschlossen gegen J. Gauck gestimmt haben.
    Dass die CDU-Vorsitzende später einlenkte, ist der FDP zu verdanken, die ebenfalls den von Sozialdemokraten und Grünen favorisierten Joachim Gauck befürwortete.
    Bei der CDU-Kanzlerin MERKEL ging es dabei um zwei Varianten:
    1. Macht- und Koalitionserhalt zwischen Union/FDP oder
    2. eigenen, bequemeren CDU-Kandidaten/in präsentieren.

    Mir scheint die größte Antriebsfeder bei Merkel der eigene, sichere Machterhalt. Für mich und meine Familie ist dies jedoch ein testimonium paupertatis. Frau Merkel hat auch in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass sie ihre Meinung schnell und par excellence ändern kann. Für mich ist sie keine Führungsperson, die weitsichtig, klug überlegt und klar ihre Meinung/Entscheidung vertritt; eher wartet sie ab oder lässt sich vom momentanen Trend, der jeweiligen Stimmung stark leiten und beeinflussen.

    • Aktuelle Nachrichten 24 am 21. Februar 2012 um 17:25 Uhr |

      Merkel ist zwar von ihrer ursprünglichen Meinung abgekommen. Doch welche Chance hatte sie eigentlich noch unbeschädigt einen anderen Kandidaten zu präsentieren? Ohne FDP hat die Union keine Mehrheit in der Bundesversammlung. Nach der Entscheidung der FDP blieb damit nur die Wahl Gauck auch zu unterstützen. Das hat nichts mit Umfallen zu tun. Vielmehr geht es um die Akzeptanz von Realitäten.

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